Sprachreisen
Um erstmal den Begriff zu definieren, Sprachreisen sind Reisen in verschiedene Länder, auf denen man eine Sprachschule besucht und durch das Leben im jeweiligen Land mit der Sprache konfrontiert werden soll. Dadurch sollen die Sprachfähigkeiten (Verständnis und Anwendung) verbessert werden. Solche Sprachreisen werden auf Kosten des "Sprachreisenden" über Organisationen unternommen (z.B. für Jugendsprachreisen AWO). Der Teilnehmer zahlt hierbei für Unterkunft (z.B. in Gastfamilien), die Organisation der Sprachreise (inbegriffen sind z.B. Exkursionen, Trips, Ausflüge in größere Städte in der Gruppe etc.) sowie für Verpflegung - die entweder von der Gastfamilie übernommen wird oder ganz über die Reiseveranstalter gehen.
Zwei Vorteile wurden oben schon ganz grundlegend genannt:
Sprachentwicklung und Konfrontation mit der Kultur des Landes. Zudem bieten Sprachreisen aber auch noch andere Vorteile. Da sie über Reiseveranstalter gehen, braucht man sich selbst nicht um das Organisatorische kümmern. Das Angebot steht vor Buchung fest und man weiß, was man grob zu erwarten hat. Zudem gibt es noch die Möglichkeit für spontane Aktionen, wenn die Sprachreisegruppe natürlich einverstanden ist.
Der Unterricht während des Sprachaufenthaltes ist strukturiert aufgebaut und meist in verschiedene Level unterteilt (Anfänger, Fortgeschrittene und manchmal auch sehr Fortgeschrittene). Das dient dazu, eine allgemein hohe Unterrichtsgeschwindigkeit zu halten, indem nur etwa gleichermaßen "Befähigte der jeweiligen Sprache" zusammensitzen. So wird Fortgeschrittenen nicht langweilig, denn die Unterrichtskonzepte sind auf die jweiligen "Schwierigkeitsstufen" hin ausgerichtet. Der Anfänger muss sich somit auch nicht überfordert fühlen, weil er für ihn angemessene Inhalte lernt.
Die Zusammensetzung aus Unterricht und dem Leben in Gastfamilien bzw. verschiedenen Exkursionen (bei denen man seine Sprache bei Einheimischen erproben kann) ist also eine sehr hilfreiche Angelegenheit und macht einen Sprachaufenthalt lohnend.
Bei Sprachreisen wird man zudem nicht ins kalte Wasser geworfen, da ja immer noch Leute in der Umgebung sind, welche die eigene Sprache verstehen (Reiseleiter und Teilnehmer) und gibt somit auch etwas Entspannung, sodass man langsam und konsequent seine Sprache trainieren kann.
Zuletzt ist es einfach eine schöne Erfahrung, über diesem Wege eine neue Kultur kennen zu lernen, oder eine bereits bekannte näher kennen zu lernen. Die Menschen auf solchen Sprachreisen sind meist sehr aufgeschlossen und auch die Einheimischen freuen sich über gewillte Lernende ihrer Sprachen - auch sie erfahren natürlich gerne etwas von dem Land und der Kultur ihres Gastschülers.
So eine Sprachreise bietet sich an, wenn man z.B. verpflichtend (Studium, Schule oder Weiterbildung) eine Sprache erlernen muss, doch die Sprache einem schwer fällt und sie nicht greifen kann (da im eigenen Land die Sprache schließlich nicht unbedingt genutzt wird). Eine Sprachreise vermindert Hemmschwellen und Blockaden gegen die zu lernende Sprache.